Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Fotos’ Category

Vienna

Vielleicht ist ja meine Österreich-Macke noch viel größer, als ich das selber dachte. Ich hatte zwei Kameras und viel guten Willen im Gepäck, als es jetzt zwei Tage nach Wien ging. Dabei hätte ich mir mit Blick auf den Terminkalender denken können, dass es für nicht allzu viel reichen würde. Trotzdem war ich wie immer ziemlich angetan von der Stadt und von Österreich, eine (wie mir ein alter Wiener gestern so treffend schön sagte) „wunderbare Mischung aus deutscher Gründlichkeit und dem Orient“. Deutsche kennt man dort übrigens natürlich sofort raus, keineswegs nur wegen des Dialekts. Wenn einer etwas unentspannt des Wegs kommt, ist er mit ziemlicher Sicherheit einer von uns.

Achja, Fotos. Nur das eine hier. Ich sollte wirklich aufhören, auf Bahnhöfen zu fotografieren.

Werbeanzeigen

Read Full Post »

Dezember

Ganz wahrscheinlich ist es ja dann doch so, dass ich ziemliches Glück gehabt habe mit meinem bisherigen Leben. Zwischenbilanz aus der komischen Straße, in der ich mehr oder minder zwangsweise ein paar Jahre meines früheren Lebens verbringen musste: Einer, der mit 16 eine Lehre begann, sie dann wegen heftiger Sauferei und anderer Exzesse abbrechen musste, dann zur Bundeswehr ging, aus ebendiesen Gründen dort wieder rausflog, danach seinen Vater verlor, der aus ebendiesen Gründen einem Autounfall erlag, hat seit 20 Jahren sein Haus nicht mehr verlassen. Vermutlich ist Norman Bates ein Ausbund an Normalität gegen den Mann. Sein Bruder, von klein auf ein wenig schwachsinnig, vegetiert in irgendwelchen Hiwi-Jobs vor sich. Ihre Nachbarin, unser Alter, ist eine Woche vor Heiligabend gestorben. Diabetes, Dialyse, Alkohol, am Ende nur noch ein Wrack.

Nein, wirklich, es hätte mich nach zehn Jahren in dieser einen Straße wirklich viel schlimmer treffen können.

***

Dringendes Bedürfnis nach Ruhe und nach Schweigen. Wenn es etwas gibt, was man an Weihnachten schätzen kann, dann das: ein paar Tage vollkommene Ruhe. Handy ausgeschaltet, Mails einmal am Tag gecheckt, das war´s. Vermutlich ist das alleine schon ein Wert für sich, wenn die ganze Welt twittert. facebookt und natürlich auch bloggt. Man bekommt dann irgendwann mal das Gefühl, dass der eigene Kopf kurz vor der Explosion steht.

***

Eishockey — mein Verein ist ziemlich tot, inzwischen das dritte Mal in zehn Jahren. Ich vermute sehr, dass es das endgültige Aus sein wird. Schade, wieder ein Teil meiner Heimatstadt, der weggestorben ist. Nicht, dass ich dem sportlichen Aspekt noch eine allzu hohe Bedfeutung beigemessen hätte. Es war mehr:alte Freunde treffen, an alter Stelle im alten Stadion nochmal für zwei Stunden ganz bei sich sein. keiner interessiert sich für meine Jobs, für mein Leben in irgendwelchen Halböffentlichkeiten oder sonstwo. Die interessieren sich für Eishockey und die neuesten lustigen Geschichten aus der Stadt. Sonst nix. Keine Ahnung wie das wird, wenn´s mal wirklich kein Eishockey mehr gibt.

***

Man muss Mr. Phil Collins ja lassen, in seinem Leben wenigstens eine wirklich wunderbare Textzeile geschrieben zu haben: I wish it would rain down. Dachte ich mir dieses Jahr oft, wenn ich halbwegs ernsthaft über Banker und ihre Geschäfte nachgedacht habe. Aber ich habe es mir abgewöhnt, mich über sie aufzuregen. Sie sind, wie sie sind. Den schönsten Satz über Banker und Banken hat übrigens dieses Jahr ein Banker in einer (anonymen) Umfrage geprägt: „Traue keiner Bank. Keiner! Unter keinen Umständen!!“.

***

Achja, Städte in diesem Jahr, ein paar Impressionen:

Übrigens, man fotografiert nur so gut, wie die eigene Stiimung ist.

Read Full Post »

OWL, mal schön

Nachlese und späte Erkenntnis: Wenn man genau hinschaut und ein bisschen sucht, dann hat sogar OWL ein paar ganz hübsche Ecken.

Wirklich.

Read Full Post »

Hamburger Novemberblues

Inzwischen bin ich zum vierten Mal in zwei Jahren für längere Zeit in Hamburg. Dreimal habe ich diese Zeit sehr genossen, diesesmal ist es anders. Vielleicht liegt es daran, dass ich bisher immer im Frühling und Sommer hier war — wenn so ein typisches Hamburger Lüftchen weht, dann wurde das immer dadurch abgemildert, dass die Sonne schien und alles immer irgendwie angenehm war. Diesmal: Es regnet seit zwei Wochen durch, es ist morgens um 8 noch beinahe dunkel, bleibt dann bis nachmittags bestenfalls dunkelgrau und wird ab 16 Uhr wieder dunkel. Gepaart mit sattem Regen und etwas Sturmwind, wie nett.

Novemberblues. Wenigstens kann man hübsche Fotospielereien probieren, wenn man im Hotelzimmer sitzt. Draußen lohnt nicht.

Read Full Post »

Welche Krise?

Die Union und die FDP beraten darüber, welche Steuer sie zuerst wohl senken sollen; wohl wissend, dass es da nichts zu senken gibt, aber irgendwie muss man ja dann doch darüber hinweg täuschen, wie viel im FDP-Wahlkampf wider besseren Wissens einfach mal dahingelogen war. Bei der HRE ist heute Hauptversammlung und man erwartet, dass sie (laut dpa) „turbulent“ werden könnte. Hätte die FDP heute die 100 Milliarden, die man den HRE-Verbrechern hinterherwerfen musste, man hätte irre viel Geld für teure Steuergeschenke zur Verfügung. So aber leiden die liberalen Krawattenträgern an den Bank-Krawattenträgern, also letztlich an denen, deren völlige Freiheit sie immer wieder fordern und das mit dem Begriff Liberalismus verwechseln. Ausgleichende Gerechtigkeit, finde ich.

Draußen im Wald ist übrigens von Krise und von Westerwelle nichts zu merken. Hier wächst alles weiterhin unbeeindruckt vor sich hin, und wenn eines Tages Westerwelle und die Banken gemeinsam kollabieren, weil sie es immer noch nicht begriffen haben, wird dieser wunderbare Leitpfosten mitten im Wald weiter einfach da stehen, ein wenig von Pflanzen umwuchert werden und letztendlich symbolisieren, wie Niederbayern wirklich tickt: stoisch.

Read Full Post »

Sommerende

Könnte man sich schöner vom Sommer verabschieden als mit diesen Bildern? Zufällig bei der letzten Nachbearbeitung der Venetien-Fotos gefunden und mich gefragt, warum ich die noch nicht verwendet habe. Entstanden übrigens zum Sonnenaufgang, also schon früh aufgestanden, um die Motive zu bekommen. Im Übrigen haben solche Orte früh am Morgen, wenn noch kein Mensch unterwegs ist, eine ganze besondere Athmosphäre. Hat er Oktober hier übrigens auch; die Sonne scheint, es hat immer noch fast 20 Grad, alles ist gut. Der scheußliche Mist mit Kälte und Nebel kommt  noch früh genug. Und schwarzgelb haben wir ja eh schon.

Read Full Post »

Vollmond

Der letzte Vollmond war übrigens dermaßen hell, dass ich nicht einmal ein Stativ gebraucht habe. Das wollte ich euch nicht vorenthalten, um mal wieder zu den angenehmen Seiten des Lebens zu kommen.

Read Full Post »

Older Posts »