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Archive for Dezember 2009

Jahresschlusserkenntnisse

Bisher dachte ich ja immer, mein Kater sei einfach nur schwul. Als ich ihn heute, lustvoll verdrehte Augen und leicht erregter Zustand, von der Stoffkatze runterzog, wusste ich zudem: Er ist auch außergewöhnlich doof.

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Neinneinnein, so geht das nicht mehr. Musik- und Bücherstopp für mindestens ein halbes Jahr. Ich komme nicht mehr hinterher. Gut, das weiß ich schon seit Jahren, aber so schlimm wie dieses Jahr war es noch nie.

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Gelassenheit. Noch ein bisschen mehr davon und alles wird gut.

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Oh. Es beginnt das Alter, in dem man wirklich ein bisschen mehr auf sich selbst achten muss. Die Selbstheilungskräfte sind nicht mehr ganz so zuverlässig wie früher.  Und auch sonst so: Man fühlt sich besser, wenn man wenigstens halbwegs wieder in Form kommt. In jeder Hinsicht.

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2009 war vom ersten Tag an als Krisenjahr abgestempelt und mithin erledigt. Insofern kann 2010 nur besser werden.

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Dezember

Ganz wahrscheinlich ist es ja dann doch so, dass ich ziemliches Glück gehabt habe mit meinem bisherigen Leben. Zwischenbilanz aus der komischen Straße, in der ich mehr oder minder zwangsweise ein paar Jahre meines früheren Lebens verbringen musste: Einer, der mit 16 eine Lehre begann, sie dann wegen heftiger Sauferei und anderer Exzesse abbrechen musste, dann zur Bundeswehr ging, aus ebendiesen Gründen dort wieder rausflog, danach seinen Vater verlor, der aus ebendiesen Gründen einem Autounfall erlag, hat seit 20 Jahren sein Haus nicht mehr verlassen. Vermutlich ist Norman Bates ein Ausbund an Normalität gegen den Mann. Sein Bruder, von klein auf ein wenig schwachsinnig, vegetiert in irgendwelchen Hiwi-Jobs vor sich. Ihre Nachbarin, unser Alter, ist eine Woche vor Heiligabend gestorben. Diabetes, Dialyse, Alkohol, am Ende nur noch ein Wrack.

Nein, wirklich, es hätte mich nach zehn Jahren in dieser einen Straße wirklich viel schlimmer treffen können.

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Dringendes Bedürfnis nach Ruhe und nach Schweigen. Wenn es etwas gibt, was man an Weihnachten schätzen kann, dann das: ein paar Tage vollkommene Ruhe. Handy ausgeschaltet, Mails einmal am Tag gecheckt, das war´s. Vermutlich ist das alleine schon ein Wert für sich, wenn die ganze Welt twittert. facebookt und natürlich auch bloggt. Man bekommt dann irgendwann mal das Gefühl, dass der eigene Kopf kurz vor der Explosion steht.

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Eishockey — mein Verein ist ziemlich tot, inzwischen das dritte Mal in zehn Jahren. Ich vermute sehr, dass es das endgültige Aus sein wird. Schade, wieder ein Teil meiner Heimatstadt, der weggestorben ist. Nicht, dass ich dem sportlichen Aspekt noch eine allzu hohe Bedfeutung beigemessen hätte. Es war mehr:alte Freunde treffen, an alter Stelle im alten Stadion nochmal für zwei Stunden ganz bei sich sein. keiner interessiert sich für meine Jobs, für mein Leben in irgendwelchen Halböffentlichkeiten oder sonstwo. Die interessieren sich für Eishockey und die neuesten lustigen Geschichten aus der Stadt. Sonst nix. Keine Ahnung wie das wird, wenn´s mal wirklich kein Eishockey mehr gibt.

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Man muss Mr. Phil Collins ja lassen, in seinem Leben wenigstens eine wirklich wunderbare Textzeile geschrieben zu haben: I wish it would rain down. Dachte ich mir dieses Jahr oft, wenn ich halbwegs ernsthaft über Banker und ihre Geschäfte nachgedacht habe. Aber ich habe es mir abgewöhnt, mich über sie aufzuregen. Sie sind, wie sie sind. Den schönsten Satz über Banker und Banken hat übrigens dieses Jahr ein Banker in einer (anonymen) Umfrage geprägt: „Traue keiner Bank. Keiner! Unter keinen Umständen!!“.

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Achja, Städte in diesem Jahr, ein paar Impressionen:

Übrigens, man fotografiert nur so gut, wie die eigene Stiimung ist.

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DGF

Ohne Worte.

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Und jetzt: Das Wetter

Man soll das ja eigentlich kaum für möglich halten, dass einem so banale Dinge wie das Wetter ernsthaft aufs Gemüt schlagen. Nach inzwischen fast drei Wochen Hamburg weiß ich: doch, das gibt´s. Ich kann den ewigen Nebel kaum mehr ertragen, den ständigen Nieselregen, den Wind — und die Tatsache, dass es hier an Tagen wie heute eigentlich nie richtig hell wird. Bevor jemand anderes das sagt: ja, das führt dazu, dass man seine eigene Jeans fotografiert und Säcke mit Gewürz. Nachher geht´s wenigstens für drei Tage wieder in den Süden, eigentlich nur zweieinhalb, weil am Sonntag nochmal eine Woche Hamburg, Berlin, Düsseldorf und Frankfurt beginnt. Dann erst wieder eine Woche München. Und danach würde ich gerne eine Zeit lang keine Koffer mehr betrachten müssen, weiß aber, dass das eine Illusion ist. Egal, Hauptsache das Wetter wird anders und ich sehe wieder mehr vom Süden.

Ist im Norden die Selbstmordrate explizit höher als bei uns, weiß das jemand?

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Hamburger Eindrücke

Da ist man mal in Hamburg — und fotografiert so gut wie gar nicht draußen. Hat aber einen einfachen Grund: Das Wetter in den vergangenen zwei Wochen war nicht mal für Hamburger Verhältnisse gut, es regnete beinahe am Stück und das Licht war auch nicht so, als dass man gut was machen hätte können. Und ehrlich gesagt: Die Aufnahmen draußen sind nachbearbeitet. Ging nicht anders.

Das hat mich wenigstens dazu gebracht, mir Sachen anzuschauen, die so gar nicht typisch touristisch sind, aber trotzdem Kleinode, die mir einfach gut gefallen haben. Das Gewürz-Museum beispielsweise, ein Afghanistan-Museum und einen Hafen-Basar, lauter Dinge, die kein Mensch braucht, aber die dennoch so sonst nirgends zu sehen sind. Das ist das Tolle, wenn man mal Zeit hat.

Nächste Woche auf dem Plan: das Beatles-Museum (5 Stockwerke!!).

Und morgen abend, ich hoffe mal: Paul. Whispring words of wisdom.

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