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Archive for November 2009

Paul

Es wird nochmal eine tragische Hassliebe zwischen Mr. McCartney und mir. Seine Geschäftsftüchtigkeit geht mir ja allmählich ein wenig auf den Wecker, auch wenn ich selber furchtbar anfällig dafür bin. Jedes Jahr um die Weihnachtszet wird es besonders schlimm: Seit 15 Jahren kommt irgendwas Neues von den Beatles, remastered, editiert, as never seen before, weiß der Teufel was. Ich habe die komplette Beatles-Anthology, das sind drei Doppel-CD´s und ein Set mit fünf DVD´s (wahrscheinlich demnächst auch als Blue Ray) dazu; außerdem habe ich einen prächtigen Bildband zur Anthology, der gerade mal lächerliche 100 Euro gekostet hat. Danach kaufte ich „Yellow Submarine“ digital editiert als DVD und die entsprechende CD dazu, die ich zwar schon hatte, aber das war damals der Soundtrack. Diese Ausgabe, die ich dann kaufte, war der Songtrack und der Unterschied ist, dass dort die Songs wie in der Reihenfolge des Films gespielt werden. Das war auf dem Soundtrack nicht so. Das Jahr darauf kaufte ich die DVD zu „Help“ (digital remastered!) und das Jahr darauf beschloss ich, einfach nicht mehr hinzuschauen, wenn Weihnachten nahte und McCartney und die Beatles wieder was Neues ins Schaufenster stellten. Der Vorstaz hielt ungefähr zwei Tage, danach kaufte ich „1“, einen Sampler mit Beatles-Stücken, die schon mal irgendwo auf der Welt Nummer eins waren. Und ich es hilt es keineswegs für Satire, als Ringo Starr ankündigte, er könne sich sehr gut auch ein Album namens „2“ vorstellen. Zwischendrin wurde mir schlecht und ich wusste allmählich nicht mehr vor mir selber, wie ich das rechtfertigen soll.

In diesem Jahr dann habe ich die Beatles-Remastered-Box gekauft (200 Euro, die ist aber wirklich hörenswert, alle Alben nochmal neu abgemischt). Die gibt´s übrigens auch in Mono, der Sinn ist mir nicht ganz klar, aber ich habe gerne nochmal 200 Euro bezahlt. Am 7. Dezember erscheint der Beatles-USB-Stick, das Gesamtwerk der Band auf Stick und irgendwie denke ich mir, auf die 200 Euro kommt´s auch nicht mehr an. (Ich bin ja so krank, ich weiß.)

Vorhin kurz noch routinemäßig bei iTunes vorbeigesurft und deswegen läuft jetzt der Download von „Good Evening New York City“, einem selbstverständlich völlig überflüssigen, aber eben neuen McCartney-Live-Albums. Da sitze ich jetzt da, bin mal wieder zu Tränen gerührt, höre zum Millionsten Mal die grandiose Rythmus-Sektion von „Drive my car“, freue mich über „Got to get you into my life“, über „Paperback Writer“ und „A day in the life“, vergesse angesichts dessen sogar, dass vertonter Müll wie „Dance tonight“ dabei ist und ich mit dem Album die ungefähr 37. Live-Version von „Back in the USSR“ (toll, wie immer!), „My Love“ (fad wie immer!) und „Hey Jude“ (Nananana, wie immer!) gekauft habe. Was soll´s, bin ich halt bescheuert. Hab damit meine Weihnachtsgeschenke für mich selber beieinander, Beatles, wie immer.

Beinahe. Nur beinahe.

Vorhin durch Hamburg gefahren.

Aus dem Taxi ein riesiges Plakat gesehen:

Mittwoch. 2. Dezember.

Paul McCartney.

Hamburg. Color Line Arena.

Und warum zur Hölle, warum bin ich am Mittwoch in Hamburg???

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OWL, mal schön

Nachlese und späte Erkenntnis: Wenn man genau hinschaut und ein bisschen sucht, dann hat sogar OWL ein paar ganz hübsche Ecken.

Wirklich.

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Hamburger Novemberblues

Inzwischen bin ich zum vierten Mal in zwei Jahren für längere Zeit in Hamburg. Dreimal habe ich diese Zeit sehr genossen, diesesmal ist es anders. Vielleicht liegt es daran, dass ich bisher immer im Frühling und Sommer hier war — wenn so ein typisches Hamburger Lüftchen weht, dann wurde das immer dadurch abgemildert, dass die Sonne schien und alles immer irgendwie angenehm war. Diesmal: Es regnet seit zwei Wochen durch, es ist morgens um 8 noch beinahe dunkel, bleibt dann bis nachmittags bestenfalls dunkelgrau und wird ab 16 Uhr wieder dunkel. Gepaart mit sattem Regen und etwas Sturmwind, wie nett.

Novemberblues. Wenigstens kann man hübsche Fotospielereien probieren, wenn man im Hotelzimmer sitzt. Draußen lohnt nicht.

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Südafrika, ich komme!

Der Anruf des Jahres gerade eben: Ob ich denn wohl Lust hätte, nächstes Jahr ein Seminar zu leiten, interkulturell, acht Deutsche, acht Afrikaner, und ja, es wäre in Südafrika, und ja, natürlich Fußball-WM, von Vorrunde bis einschließlich Viertelfinale. Ja, selbstverständlich in Johannesburg, mit Trips zu allen anderen Spielorten im Land.

 

Ja, ja, ja! Das war die schnellste Zusage meines Lebens! Plant mich mal vom 14. bis 29.6. besser nicht im Lande D. ein!

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