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Archive for Oktober 2008

Running gag des Wochenendseminars. Ja, zugegeben: Richtig witzig findet man das nur, wenn das Seminar so wie am WE nur mit TV-Leuten war; alle anderen halten das womöglich für unlustig.

Aber wir, wir haben uns weggelacht.

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Herr A.

Ohne Worte. Danach gab´s zwei Stunden „Stage fright“.

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Von Köln nach Hamburg nach Bielefeld nach München. In einer Woche. Das geht allmählich an die Substanz, ist aber insofern interessant, als dass man ein klein bisschen ein Gefühl dafür bekommt, wie sehr sich Land und vor allem Leute auf einer doch relativ kleinen Fläche unterscheiden. Wenn man beispielsweise Amerika zum Maßstab nimnmt, da sind solche Strecken, die ich hier in Deutschland knarzend zurücklege, kleine Tagesauflüge.

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Köln, mal wieder, zum Anfang. Ich mochte die Stadt nie sonderlich, aus den unterschiedlichsten Gründen. Eindruck nach eineinhalb Tagen: Daran wird sich auch nie viel ändern. So gesichtslos, irgendwie. Köln besteht aus zwei langen Straßen, was die Orientierung insofern sehr erleichtert, als dass die Straße, in der man sich gerade befindet, garantiert eine Seitenstraße einer dieser langen Seitenstraßen ist. Aber was soll man mit einer Stadt anfangen, die eine betongewordene Seitenstraße ist?

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An Hamburg könnten sie sich ein Beispiel nehmen, die Kölner. Jedesmal schön, wenn man da ist. Hanseatisch, stilvoll, cool.

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Bielefeld, oh mein Gott. Ich war in meinem Leben noch nie wirklich richtig in Bielefeld und hatte auch nicht das Gefühl, irgendwas versäumt zu haben. Mein Eindruck sollte mich nicht trügen. Ein paar hübsche kleine Ecken, ansonsten: Waschbeton. Klong.

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HX, nachts unterwegs von Herrn A. nach Hause. Mir kommen nochmal die Zahlen von der Einwohnerdichte in den Kopf und tatsaächlich: Man kann nachts from a town called P. nach D. fahren und man begegnet kilometerlangt ungefähr nichts und niemandem. Außer zwei Füchsen auf Höhe von G., weswegen ich falsch abbiege und nachts um 2 vor einem verlassenen Sportplatz stehe. Da sind dann nicht mal mehr Füchse. Trotzdem sind mir die Leute, denen ich diesmal begegne, ungewohnt sympathisch. Ruhig, aber ok. Vielleicht werde ich auch nur altersmild. Oder sentimental. Oder beides.

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Es gibt zwei Wochen im Jahr, in denen München unerträglich ist. Das ist die Wiesnzeit, die so unmünschnerisch wie ein Mettbrötchen ist. Jetzt sind die Japaner und Amis und Australier wieder weg, die C-Promis in schlechten Dirndln auch und jetzt kann man München wieder gutr aushalten. Auer Dult ist gerade, eine Mini-Wiesn, die orginal München ist. Viel kleiner als die Wiesn, viel authentischer, viel schwerer zu finden. Und das Ziel ist es dort auch nicht, sich in Rekordzeit zuzuschütten. Hier lebt das alte München.

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Morgen abend beginnt mein Wochenende. Herbst.

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Da Erwin

Falls irgendjemand wissen möchte, warum sich der Huber Erwin einfach nicht als Politiker in der allerersten Reihe eignet, hier ist die einfache Begründung: Wenn ein bayerischer Finanzminister und Noch-CSU-Vorsitzender lauthals tönt, dass der Beitrag der Länder zum Rettungspaket für die missratenen Banken einfach viel zu hoch ist und dann als erster „hier“ schreit und zum Sprung ansetzt, wenn das Rettungstuch aufgespannt ist, dann sehen wir das hier als etwa, nunja, memmenhaft. Erst die Bank mitruinieren, dann rummaulen, und  sich dann in die Arme des teilprivatisierenden Vater Staats zu schmeißen – geht noch?

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Irgendwann in den letzten Tagen war ich gerade mal wieder etwas unzufrieden mit mir, frisch nach der Devise. Irgendwas ist ja immer. Und wenn man dann gerade so schön drin ist im Sinnieren, kommen einem dann auch etwas tiefergehende Gedanken grundsätzlicher Natur – und die fielen an diesem Tag nicht so richtig gut aus, zumindest am Anfang nicht. Bis ich mich in meiner Umgebung umsah: Im Büro lagen vier Bücher, die gerade frisch eingetroffen waren. Drei der vier Autoren kenne ich, einen davon sogar ganz gut mittlerweile. Ein paar meiner Bekannten und Freunde sind inzwischen ziemlich hochdekoriert und nehmen mich trotzdem noch halbwegs ernst. Dennoch habe ich auch noch den einen oder anderen alten Freund, einen davon sehe ich vermutlich sogar nächste Woche mal für ein paasr Stunden wieder und das Schöne daran ist: Er ist von diesen Buch- und sonstigem Autorenkram extrem unbeeindruckt. Mein eigenes Buch verkauft sich trotzdem ziemlich gut und wird auch neu aufgelegt, wobei ich es alleine schon als ziemliches Glück begreife, einen „richtigen“ Verlag gefunden zu haben, kein so ein „Books on demand“-Zeug, wo du den Druck und den Verlag selbst bezahlst. Ich hab´das ich weiß nicht wievielte Interview gegeben in diesem Jahr, ich bekomme eine neue, eigene Kolumne (wo verrate ich natürlich nicht, zumindest nicht hier). Ich brauche keinen großen Firmennamen mehr im Rücken, um irgendwohin eingeladen zu werden, das nächste Buch, an dem ich mitgeschrieben habe, erscheint im Winter. Hätte man mir das vor gut zwei Jahren prophezeit, hätte ich ihm einen guten Arzt gerufen; noch dazu, wo eine Faustregel für die Selbständigkeit doch die ist, dass es drei bis vier Jahre dauert, ehe man ohne Schwimmhilfe schwimmt.

Mir ging ziemlich die Düse, als ich das damals gemacht habe; jetzt kann ich´s ja zugeben. Und es gab nicht wenige Momente, in denen ich dachte: Alles Mist, alles falsch gemacht. Die gibt´s immer noch, sie werden aber zunehmend seltener. Und immer dann, wenn sie mal wieder auftauchen, stelle ich mir vor, wie es wäre, wenn ich aufgeben würde: Morgens in einem Büro sitzen, mit Kollegen um mich rum. Wenn man eine ausgewachsene und sich weiterhin steigernde Abneigung gegen große Menschenmengen um einen rum hat, eine ziemlich unschöne Vorstellung. In Strukturen einer Firma, eines Konzerns arbeiten; von Entscheidungen anderer abhängig sein, nicht mehr morgens um 9 Uhr laufen gehen, wenn einem gerade danach ist. No no never.

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Never miss a beat

So kurz vor der nötigen dringend nötigen sehr dringend nötigen Bettruhe nachts um 1 noch festgestellt: Das neue Album der Kaiser Chiefs ist da und ist jetzt, morgens um 9 nach einer etwas arg kurzen Nacht ein prima Muntermacher. „Never miss a beat“ hat diese unglaublichen Ohrwurmqualitäten, die die Chiefs so gut machen. Das Ding geht in den Gehörgang und nistet sich dort dauerhaft ein; ohne auch nur im Ansatz banal oder gefällig zu sein. Im Gegenteil, es geht wie immer ziemlich laut und scheppernd zu. Und nachdem es heute nach Hamburg und nächste Woche (kein Witz) Bielefeld und danach wieder nach München geht, ist man um alles Neue und Gute im iPod ziemlich dankbar. Fehlt jetzt nur noch der Kindle zum Mitnehmen von mehr Büchern.

Bleiben zwei Fragen, die sich mehr denn je stellen: Was machen eigentlich Franz Ferdinand? Und wer waren noch mal Coldplay??

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Unsortiertes aus einer Woche

Kaum mal ein paar Tage unterwegs gewesen und dann die Auswirkungen der Neuzeit auf niederbayerisches Landleben gespürt. Hier waren bis vor kurzem noch Schrebergärten und kleine Lauben, jetzt hat sich nur noch ein Baum erfolgreich gewehrt. Wird nicht mehr lange dauern und er ist auch weg, vermute ich. Dafür gibt´s neue Arbeitsplätze und einen sehr reichen Mann, der bald noch sehr viel reicher sein wird.

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Zufällig nachgelesen: Im Kreis HX in OWL beträgt die Einwohnerdichte (falls man das Dichte nennen darf) 137 pro Quadratkilometer. In München sind´s irgendwas über 4000. HX ist so leer wie sonst keine andere Region in ganz NRW, München ist so voll wie sonst nichts und niemand in D. Das erklärt einiges, finde ich.

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„Dig out your soul“, heißt das neue Opus von Oasis und ist so wie immer: laut, lärmend, maßlos selbstüberschätzend, drei unfassbar gute Riffs, zwei unglaublich gute Titel („Bag it up“ ist eine Sensation), einiges, was gut kommt und manches, was man morgen vergessen hat. Business as usual also, trotzdem um Dimensionen spannender und unterhaltsamer als Coldplay.

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Mr. Zimmermann, ja, natürlich. Eine wunderbare Platte, eine Bootleg- und Rarities-Sammlung, die bei iTunes von Tag zu Tag teurer wird. Fing an bei 9,99, gekauft hab´ich sie bei 11,99, heute kostet sie 13,99. Wenn das so weitergeht, fragt man sich, ob die ganzen arbeitslosen Jungs aus den Banken jetzt bei Apple untergekommen sind und als erstes demonstieren, wie man eine ordentliche Bob-Dylan-Blase hinbekommt. Die Platte ist trotzdem groß. So altersweise irgendwie.

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Verdammt, schon wieder Mitte Oktober, schon wieder Herbst, schon wieder ist die Zeit so schnell vergangen. Es passt ins Bild, dass ich nicht mal an meinem Lieblingstermin teilnehmen kann; dem Stammtisch mit den ganzen Jungs von früher, die sich einmal pro Jahr auf Bayerns letzter Wiesn im Bierzelt treffen. Nein, ich bin stattdessen in Hamburg, umgeben von Leuten, die vermutlich glücklich sind, an diesem Tag bei dieser Veranstaltung zu sein und die meinen, ich müsste das auch sein. Dabei wäre ich einfach nur gerne bei den Jungs im Zelt. Aus mir wird nie einer von diesen glücklichen Eventhoppern und Visitenkartenverteilern werden, ich seh´s schon.

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„Hallo, wissen Sie, wo es hier nach XY geht?“

„I scho, ja“.

So läuft Niederbayern, ich hätte den Mann drücken können.

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Natürlich verstehe ich nichts von Wirtschaft, fühle mich aber in meinen Vorurteilen und meinem Misstrauen gegenüber Bankern und Finanzjongleuren gerade bestätigt. Und so ne Zwangsverstaatlichung finde ich richtig voll gut, wenn ich darüber nachdenke.

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