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Rechtsanwalt muss jedenfalls ein ziemlich lukrativer Beruf sein:

Wenn ich schon mal wieder für Tage in dem für diesen Blog namensgebenden München (Mitte) bin, dann ist eine Überlegung wert, sich genau darüber mal wieder ein paar Gedanken zu machen. Vielleicht allerdings ist Anfang Februar nicht gerade die beste Zeit dazu, weil nicht mal München Mitte sonderlich schön ist, wenn es draußen stürmt, regnet, schneit (oder alles gleichzeitig). Trotzdem hat München einen nach wie vor unvergleichlichen Charme, auch wenn ich diesmal bei meinen morgendlichen Joggingrunden an der Isar aufs Filmen oder Fotografieren verzichtet habe. So schön ist das momentan wirklich nicht.

Münchens halbseidene Bussi-Gesellschaft ist mir inzwischen, fast vier Jahre nach dem endgültigen Wegzug aus München, ziemlich egal. Das war nicht immer so. Nicht, dass ich die Bussigeber jemals sonderlich sympathisch fand. Nur dachte ich damals, man komme nicht an ihnen vorbei. Heute weiß ich, dass man ganz prima an ihnen vorbei kommt und wenn ich ab und an wirklich mal an diesem gesichtslosen Monstrum auf der grauen Wiese vorbeikomme, tun mir die Insassen eher leid. Nach alledem, was die in den letzten Jahren mitmachen mussten, schicke ich jeden Tag ein Stoßgebet sonstwohin, dass mir das alles erspart geblieben ist. So wie es jetzt ist, ist es gut — ich genieße meine Unabhängigkeit und wenn mir partiell irgendwelche Zweifel kommen, denke ich an die armen Eingesperrten in den Kostenstellenkäfigen.

Kurzes Musik-Update: Hot Chip grandios, The Eeels wunderbar melancholisch, John Coltrane ziemlich am Rand des Wahnsinns, The Album Leaf zeitlos gut wie immer. Nur: Wann das alles hören?

Vermutlich die einzige Band mit Konsenscharakter ab Abitur aufwärts — und möglicherweise die einzige auch, die von Jahr zu Jahr besser wird: “Schall und Wahn” von Tocotronic ist jedenfalls so ziemlich das Beste, was ich seit langem gehört habe. “Macht es nicht selbst” (siehe Video) ist im Dauer-Wiederholungsmodus, ich kann mich kaum satt hören daran. Hey, man kann was wahnsinnig Intelligentes machen und trotzdem richtig rocken. Großartig.

Weiter auf dem Plattenteller (ähm, auf dem virtuellen): “Vexations” (Get well soon), “End Times” (Eels), beides wunderbare Musik für den Winter und für grautrübe Sonntage.

Demnächst auf dem Plattenteller (kein Witz): Peter Gabriel, der nach gerade mal sieben Jahren schon wieder ein neues Studioalbum veröffentlicht. Bei iTunes schon vorbestellt. Erscheint angeblich Anfang Februar. Nimmt man die bisherige Historie von Gabriel-Alben und deren Verschiebungen zum Maßstab, könnte das ggf. schon 2011 was werden.

Vienna

Vielleicht ist ja meine Österreich-Macke noch viel größer, als ich das selber dachte. Ich hatte zwei Kameras und viel guten Willen im Gepäck, als es jetzt zwei Tage nach Wien ging. Dabei hätte ich mir mit Blick auf den Terminkalender denken können, dass es für nicht allzu viel reichen würde. Trotzdem war ich wie immer ziemlich angetan von der Stadt und von Österreich, eine (wie mir ein alter Wiener gestern so treffend schön sagte) “wunderbare Mischung aus deutscher Gründlichkeit und dem Orient”. Deutsche kennt man dort übrigens natürlich sofort raus, keineswegs nur wegen des Dialekts. Wenn einer etwas unentspannt des Wegs kommt, ist er mit ziemlicher Sicherheit einer von uns.

Achja, Fotos. Nur das eine hier. Ich sollte wirklich aufhören, auf Bahnhöfen zu fotografieren.

What´s the story?

Der Tag, der Song — mit dem ich “Oasis” für mich entdeckte. Nein, es waren nicht “Wonderwall” oder “Don´t look back in Anger”, sondern das hier. Als ich das zum ersten Mal hörte, dachte ich mir: große Band. Davon abgesehen, dass die Jungs einen echten Hau haben und es die Band (mal wieder) gar nicht mehr gibt, hat sich an dieser Enschätzung bis heute nichts geändert. (Und bitte laut hören, sonst kommt die Nummer nicht.)

Musik, erstes Update

Vampire Weekend müssen ziemlich unter Drogen oder ähnlichem gestanden sein, als sie ihr neues Album aufgenommen haben. Oder es war war schlimeres. Ich habe jedenfalls schon lange keine derart abgedrehte Platte mehr gehört, vermute aber: Das wird so ein nettes Sammlerstück, mit den man die Kumpels mit dem avantgardistischen geschmack beeindrucken kann. Der Zähler bei iTunes wird allerdings nicht allzu hoch gehen, es sei denn, ich nehme jetzt dann auch so ein komisches psychedelisches Zeugs. Über Owen Pallett dann morgen mehr (falls Vampire Weekend mein Gehör unbeschädigt lassen).

Es gibt Tage, die waren vermutlich schon gebraucht, als sie angefangen haben. Heute ist so einer. Und der nächste, der mir ziemlich schnell erkennbaren Blödsinn erzählt, wird mindestens geköpft. Für Blödheiten habe ich heute wirklich keinen Platz mehr.

Nein, normalerweise ist der Januar so ganz und gar kein guter Musikmonat. Aktuell umfasst meine Wunschliste bei iTunes allerdings fast 90 Euro (gut, da ist auch die 4. Staffel “Lost” drin).

Auf der to-hear-List für die kommenden Tage: Tocotronic, die famosen “Get well soon”, Owen Pallett. Und das alles sollte bis zum WE da sein, weil ich danach mal wieder unterwegs bin und musikalischen und visuellen Nachschub gut gebrauchen kann.

Lost

Mist, ich bin Lost-süchtig. Hoffnungslos. Wenn ich könnte, würde ich auch zwei Tage am Stück “Lost” schauen.

ZH

Ich geb´s ja zu: Früher hatte ich mir Zürich größer, weltstädtischerund frankfurterischer vorgestellt. Dass ZH eigentlich ein nettes, kleines, beschauliches Städtchen mit einem sehr blauen See und hübschen Bergen ist, war mir nicht so wirklich klar.

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